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“Sie Machen Den Leuten Angst”

Sep 10, 2021

Angstpatienten suchen Ärzte oft mit ihren körperlichen Symptomen auf und verschweigen die Stärke ihrer Angst zunächst. Ist die Gewichtsabnahme die Folge einer schweren Anorexie, e. g. Bulimie, muss zunächst die Essstörung korrigiert werden. Es wird davon ausgegangen, dass unter Menschen schlechte Lernerfahrungen zu einer Ausbildung einer Phobie führen, sondern dass dazu zusätzlich eine biologische Disposition bestehen muss. Angstreaktionen auf ursprünglich neutrale Stimuli, die durch zeitliche und/oder räumliche Kontingenz zur realen angstauslösenden Situation unter Kontrolle bleiben von Lernerfahrungen zu dem konditionierten Angststimulus werden. Betroffenen gehen jeder Situation aus dem Weg, die die nächste Panikattacke heraufbeschwören könnte. Bei einer Phobie hat der Betroffene dann nicht eigentlich Angst vor dem wirklichen Objekt, auf das er phobisch reagiert, sondern er fürchtet in der Praxis die unbewusste Phantasie, die mit diesem Objekt in Verbindung steht. Bei der Benennung wird der Wortteil „-phobie“ dem angstauslösenden Objekt angehängt: Alliumphobie (Knoblauchangst), Nosokomiophobie (Krankenhausangst), Hydrophobie (Wasserangst, Wasserscheu), Thanatophobie (Angst vor dem Tod) etc. Die Psychoanalyse interpretiert die Phobie als die Abwehr (Verschiebung) eines inneren Konfliktes auf ein bestimmtes Objekt.

Belastende Ängste sind zumeist von inneren sowie von äußeren Faktoren abhängig. Das autonome Nervensystem reguliert und kontrolliert die Funktionen der inneren Organe, z.B. Trennungsangst auf. Was die Entstehung von Phobien angeht, so vermutet die Psychoanalyse folgenden Mechanismus: Treten innerhalb eines Individuums Konflikte auf (z.B. Zwangshandlungen: Handlungen, die häufig wiederholt werden, um ein Gefühl von Sicherheit auszulösen bzw. das Gefühl von Angst zu vermeiden, z.B. Der kleinste Anlass genügt, um bei ihnen eine Angstreaktion auszulösen. Aufgrund der anhaltenden Vermeidung bleibt eine korrigierende Lernerfahrung aus, sodass sich die pathologische Angstreaktion „etabliert“. Soziale angststörung (ICD-10 F40.1): Furcht vor oder Vermeidung von sozialen Situationen, bei denen die Gefahr besteht, in der Mitte der Aufmerksamkeit zu stehen, Furcht, sich peinlich oder beschämend zu verhalten, wie zum Beispiel Paruresis. Eine Angststörung kann die Angst auslösen, zentral der Aufmerksamkeit zu stehen, peinlich nicht geöffnet haben, vor anderen Menschen zu sprechen oder an einer größeren geselligen Runde teilzunehmen. Doch Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Ängsten, die zur Folter werden. Wir haben hier einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Sie dabei unterstützen können, Ihre Sorgen und Ängste vor einer eigenen Ansteckung oder der Erkrankung eines oder einer Angehörigen gut zu bewältigen. Die Angst vor einer Ansteckung ist sehr nachvollziehbar und weist uns auf unser Schutzbedürfnis hin.

Sobald Angst unsere Gefühlswelt dauerhaft belastet, unseren Alltag beherrscht und unsere Handlungsfähigkeit lähmt, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen, denn solche Ängste können Zeichen einer Angststörung oder Ausdruck einer anderen psychischen oder körperlichen Erkrankung sein. Es können ebenfalls Brustschmerzen, Erstickungsgefühle, Zittern, Schwitzen, Schwindel und das Gefühl der Entfremdung auftreten. Weitere körperliche Symptome für Angst sind weite Pupillen, Schweißausbrüche, Harndrang, Kopfschmerzen, Schwindel und Ohnmachtsgefühle. Schlaf- und Appetitlosigkeit stark belastende Symptome sind. Auch körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Schmerzen oder Atemnot treten bei Betroffenen mit einer vermeintlich extremen Stärke auf. Mit zunehmendem Dauer der unbehandelten Erkrankung resultiert für die Betroffenen unnötiges Leiden, und die sehr guten Behandlungsaussichten nehmen ab. Menschen, die an Angsstörungen leiden, nehmen vielfach erst nach jahrelang bestehender und verheimlichter Symptomatik psychiatrische Hilfe in Anspruch. „Hier tauschen sich Angstpatienten untereinander aus, erhalten Hintergrundinformationen, wie sie die unkontrollierbar erscheinende Symptomatik belasten und selbst positiv beeinflussen können“, sagt Hoffmann. Sie sollte jedoch nicht zu einnehmend sein und unsere Gedanken und Handlungen ständig beeinflussen. Es ist Anzeichen dafür, dass sowohl eine Überfunktion (Ursache: meist Graves’ Disease oder Schilddrüsenautonomie) als auch eine Unterfunktion (Ursache: meist Hashimoto-Thyreoiditis) der Schilddrüse in seltenen Fällen mit Angststörungen verknüpft sein können. Desweiteren sollten die Risikoparameter der Arteriosklerose (Glucose, Blutfette, Homocystein) zur Einschätzung des Arterioskleroserisikos herangezogen werden. Zum anderen werden Verhaltensweisen mit negativen Konsequenzen durch ein günstigeres neues Verhalten ersetzt: So kann ein Mensch mit Agoraphobie und Panikstörung lernen, durch offenes Ansprechen von Konflikten oder durch Sport und Bewegung anstelle von Alkoholkonsum ängstliche Spannungen abzubauen. Angstattacken, extreme Gefühle wie Todesangst oder “Panikattacken” über einige Minuten.

Eine Panikstörung geht mit wiederholten Panikattacken – scheinbar ex nihilo – einher. Nach einer Studie der WHO von 1996 litten etwa 8,5 % der Patienten in deutschen Allgemeinarztpraxen an einer generalisierten Angststörung und 2,5 % an einer Panikstörung. Als spezifische Phobien werden die zahlreichen verschiedenen Ängste vor bestimmten Dingen oder Situationen bezeichnet, wobei u.a. Zu den Symptomen der Angst kommen die der Depression. Beim Anblick des angstauslösenden Objekts oder der Situationen Sorgen den oben beschriebenen Symptomen. Im Lauf der Jahre kommen weitere Situationen hinzu, die der Angstpatient als übertrieben gefährlich erlebt – und darauffolgend auch noch meidet. Auf diese weise wird durch die Vermeidung der Angstbesetzten Situation die Angst aufrechterhalten, denn die Vermeidung der Situation wird durch das Ausbleiben der Angst “belohnt”. Die operante Konditionierung verhindert, dass der Betroffene erfährt, dass ihm eigentlich keine Gefahren drohen, wenn er sich der angstauslösenden Situation stellt. In einem weiteren Schritt kommt es dann zu dem unangemessen starken „Vermeidungsverhalten“, um diesen vermeintlich drohenden Gefahren auszuweichen. Doch was ist von diesen Online-Angeboten zu halten bzw. woran erkennt man eine vertrauenswürdige Seite? Weitere neurobiologische Befunde zeigen, dass bei Angstpatienten Besonderheiten bezüglich der Aktivität bestimmter Hirnregionen und der zugehörigen Botenstoffe vorliegen.